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Husmann

Unser Welpentagebuch

Es war wunderbar; 9 Wochen in Mama`s warmem Bauch, aber jetzt ist plötzlich alles ganz anders!

Warum??

Mama schaukelt uns ununterbrochen durch die Gegend, wir können gar nicht mehr in Ruhe schlafen. Auch wird es langsam kühler. Gar nicht mehr gemütlich. Ich habe das Gefühl ich werde vorwärts geschoben. Ich will das aber nicht. Ich wehre mich. Meine Geschwister drängeln von hinten, aber ich bin kräftig genug und halte die Stellung. Irgendwie ist alles unruhig. Auch unsere Mama ist nicht so wie sonst.

Oh?... Was passiert jetzt? Wir werden ins Auto geladen. Jetzt geht es in die Tierklinik.

Frauchen und Herrchen meinen, die Geburt geht nicht voran. Wegen mir?? Ich wehre mich noch immer. Ich will nicht raus aus meiner Mama!!

Angekommen in der Tierklinik ist röntgen angesagt. Die Tierärztin meint, da liegt ein ziemlich dicker Welpe (man nennt mich später „Joe Cocker“) der den gesamten Verkehr aufhält.

Also: Wehenspritze – warten, Wehenspritze – warten !!

Jetzt will die Tierärztin nicht mehr warten. „Wir müssen die Babys holen.

 

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Was bedeutet das?

Warum werde ich plötzlich so müde? Ohh.. jetzt kann ich wunderbar schlafen.

Was ist los? Plötzlich nimmt mich jemand in die Hand. Ich möchte aber weiterschlafen. Aber man lässt mich nicht. Man rubbelt mich immer wieder, aber ich möchte nur schlafen. Aua….. ein Pieks und plötzlich bin ich hellwach. Ich schnappe nach Luft und Frauchen sagt: „Ein gesunder Rüde“. Was ist das? Na, ja, jetzt jedenfalls habe ich Hunger, aber man legt mich erst einmal auf etwas „Warmes“ - angenehm. Ich habe Hunger, ich schreie, endlich die warme Zitze von Mama. Oohh…gut…

Ein paar Stunden müssen meine Geschwister und ich noch auf dem warmen Gummiding liegen und Frauchen gibt uns immer wieder diese künstliche Milch aus dem Gumminuckel, aber dann ist Mama wach und aus ihren Zitzen schmeckt die Milch so viel besser.

Unsere Welt ist wieder in Ordnung.

Ein paar Tage verbringen wir mit trinken-schlafen, trinken-schlafen und ab und zu kommt Mama mit ihrer warmen Zunge um uns zu lecken.

 

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10. Tag: Was passiert nun? Plötzlich kann ich etwas Helles sehen und auch Geräusche hören. Frauchen sagt: „Die Augen und die Ohren sind ab heute geöffnet“. Oh Mist, die Ruhe ist vorbei! Ich sehe alles noch verschwommen, aber es ist so hell. Ich glaube, ich schlafe lieber noch ein bisschen.

11. Tag: Habe das Gefühl, man hält mich etwas kürzer. Wenn unsere Mama kommt, nehme ich mir natürlich immer die dickste Zitze, aber Frauchen kommt dann und nimmt sie mir ab weil sie meint, ich werde zu dick, aber sobald sie außer Sicht ist, krabbele ich natürlich wieder an die Milchquelle. Ich bin der stärkste und meine Schwestern zu verdrängen ist wirklich kein Problem. Wenn nur Frauchen nicht wäre…..! Sind wir satt, ist es wunderschön zusammen mit meinen Schwestern übereinander zu liegen und friedlich zu schlafen, ab und zu an den Ohren der anderen zu nuckeln und wieder zu schlafen.

15. Tag: Unser Frauchen hat uns heute die Krallen geschnitten. Sie hat festgestellt, dass sich unsere Mama nicht mehr hinlegt wenn wir trinken wollen. Unsere spitzen Krallen verursachen ihr wohl Schmerzen. Aber ich habe einen Trick entwickelt. Ich kann mich nämlich schon setzen und dann geht das mit dem trinken ganz einfach.

Wir haben alle drei mächtig zugenommen sagt Frauchen und auch unserer Mama geht es sehr gut. Sie ist eine wunderbare Mama und versorgt uns ganz phantastisch.

18. Tag: Glaubt ihr mir? Wir können schon laufen. Es geht zwar noch etwas unsicher voran und ab und zu fallen wir auf unseren dicken Po aber wir üben und üben….

Heute Abend gab es eine große Überraschung. Frauchen und Herrchen haben uns unsere erste Fleischmahlzeit in Form von Tartar gegeben. Das war wunderbar. Hat uns gut geschmeckt und sehr satt gemacht. Unsere Mama und auch die anderen Vierbeiner im Haus waren ziemlich neidisch auf diese Mahlzeit. Wir haben ein bisschen übrig gelassen für unsere Mama.

Übrigens, wir können nun auch selbstständig Pipi machen. Mama braucht uns jetzt nicht mehr zu lecken, damit wir uns lösen. Wir krabbeln in die hinterste Ecke und verrichten dort unser Geschäft. Frauchen macht dann alles wieder sauber.

19. Tag: Wir haben uns heute sehr erschrocken. Es kam ein Freund der Familie an unser Bettchen. Er hatte eine sehr laute Stimme, die wir nicht kannten, also haben wir erst einmal lautstark protestiert. Das hat dann Frauchen und Herrchen sehr erschrocken.

20. Tag: Frauchen und Herrchen haben beschlossen, dass es nun Zeit wird, uns an laute Geräusche zu gewöhnen. Nun ja, die Zeit der Ruhe ist dann wohl vorbei. Jetzt hören wir Radio und die Enkelkinder dürfen auch wieder toben, wenn sie uns besuchen kommen. Mmhhh….gewöhnungsbedürftig.

 

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22. Tag: Heute habe ich gelernt meine Schwestern anzuknurren. Oh, dass hat Spass gemacht. Sie haben sich mächtig erschrocken. Aber sie waren mir nicht böse, denn wenig später haben sie wieder mit mir gespielt. Das war auch ganz neu: das Pfötchen heben und mir damit eins auf die Nase hauen.

24.Tag: So langsam merken meine Schwestern, wie sie mich ärgern können. Wenn ich mich vordrängeln will, weil unsere Mama kommt und ich Hunger habe, beißen sie mich doch wirklich einfach mit ihren spitzen Zähnchen in den Nacken oder in den Schwanz; das tut total weh. Also gebe ich nach und lasse sie auch mal trinken.

 

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26. Tag: Ich bin zwar immer noch der Stärkste, aber meine Schwestern sind unglaublich schlau. Heute wollte ich mal wieder er erste sein ..... aber was passiert? Frauchen nimmt mich auf den Arm und trägt mich doch tatsächlich in einen riesigen Behälter (die Menschen nennen es Badewanne). Oh, jetzt werde ich auch noch nass und Frauchen rubbelt mich mit so einer schäumenden Flüssigkeit ein – und wieder Wasser. Das ist aber nichts für mich. Dann wickelt sie mich in ein großes Handtuch und trägt mich wieder zurück. Aber damit ist die Quälerei noch lange nicht vorbei. Jetzt schaltet sie einen riesigen Fön ein mit dem sie mich ewig lange anpustet. Dieses Gerät macht so einen Höllenlärm, dass selbst meine Schwestern in einiger Entfernung in Deckung gehen. Endlich geschafft!!! Jetzt darf ich wieder zu meinen Schwestern die jetzt ebenfalls an der Reihe sind. Ich bin sooo... müde.

29.Tag: Ich weiß nicht, ob ich es gut oder weniger gut finden soll, aber heute haben Frauchen und Herrchen gesagt: “Die Welpen müssen umziehen. Sie brauchen mehr Platz zum Toben und Spielen. Also haben sie einen großen Auslauf gebaut und uns dann dort hineingesetzt. Wir kommen uns ziemlich verloren vor. So viel Platz, gar nicht mehr kuschelig. Aber ich muß zugeben, wir können hier toll toben. Überall liegen Spielsachen und Quitschetiere.

32.Tag: Also, ich habe das Gefühl, dass unsere Mama nicht mehr so oft wie sonst zu uns kommt. Sie ist wie immer unheimlich lieb und lässt und auch mal trinken, aber nicht so lange wie früher. Außerdem hat Frauchen uns so eine Schüssel mit einem komischen Brei hingestellt. Wir haben zwar etwas daran geleckt, aber es schmeckt nicht so gut wie Mama`s Milch. Wir protestieren lauthals. Aber es nutzt nicht viel, Mama ist weg und wir müssen entweder Kohdampf schieben oder an den Brei gewöhnen.

 

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36. Tag: Heute passiert irgend etwas außergewöhnliches. Frauchen baut den Trimmtisch auf und legt alles mögliche darauf. Da ich der mutigste bin und immer der erste sein will, laufe ich natürlich direkt als erster auf Frauchen zu. Sie nimmt mich und gibt mich Herrchen in die Hände. Was passiert nun? Eine Maschine, die laute Geräusche macht, kommt auf mich zu. Ich wehre mich, aber Herrchen hat große, starke Hände und hält mich fest. Jetzt fährt die Maschine an meinem Ohr und an meiner Schnauze vorbei. Oh.. das gefällt mir aber gar nicht. Ich werde jetzt einmal ein bisschen strampeln und schreien. Aber es hilft gar nicht. Herrchen hält mich fest und die Maschine macht weiter. Endlich geschafft! Jetzt schnibbelt Frauchen noch ein bisschen mit der Schere an mir rum und auch die Krallen müssen heute dran glauben. Oh man, diese Sachewar noch viel unangenehmer als die mit dem Wasser.

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38. Tag: Wir dürfen jetzt jeden Tag ein paar Stunden zu den Menschen und den großen Hunden ins Wohnzimmer und auch in den Garten. Das macht total viel Spaß. Unsere Mama spielt ganz toll mit uns. Im Garten riecht es so gut und die Blumen in den Beeten schmecken sehr gut. Frauchen schimpft dann immer und trägt uns wieder auf den Rasen. Aber ich bin schnell und wenn sie nicht hinsieht, laufe ich wieder zu diesen wunderschönen Blumen.

40. Tag: In unserer Familie gibt es eine erwachsene Hündin die heißt „Molly“. Sie war bisher die Kleinste und sie ärgert uns wann immer sie kann; meint wohl sie könnte uns damit verjagen. Wenn sie uns anknurrt, bekommen wir mächtig Angst , schreien und legen uns auf den Rücken. Sie glaubt wohl wir werden nicht größer.

 Na, warte mal ab......!!

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