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Ein kleiner Vierbeiner zieht ein.....
Willkommen zu Hause
Damit sich Ihr Welpe von Anfang an bei Ihnen wohl fühlt und sich gleich an eine gewisse Ordnung gewöhnt, sind zwei Dinge ganz besonders wichtig: der Schlaf- und der Fressplatz.
Höchste Zeit für ein Nickerchen
Welpen sind neugierige kleine Wesen und erkunden die Welt mit ihren feinen Näschen und auf tapsigen Pfoten. Um alle neuen Sinneseindrücke richtig zu verarbeiten, brauchen sie viel Schlaf und Ruhe. Bauen Sie Ihrem kleinen Freund an einem ruhigen, zugfreien und weich gepolsterten Platz mit Körbchen oder Kiste sein „zu Hause“, wohin er sich auch einmal zurückziehen und ungestört sein wohlverdientes Nickerchen halten kann. Der Platz sollte jedoch nicht zu abgelegen sein. Möchten Sie, dass Ihr Hund nachts in der Küche schläft, ist dort auch in der ersten Nacht schon sein Platz, damit er sich von vornherein daran gewöhnt.
Das Hochheben des Welpen
Ein Welpe wird grundsätzlich nicht an den Vorderläufen hochgezogen. Dies könnte zu schwerwiegenden, nicht wiedergutzumachenden Fehlentwicklungen Ihres Welpen führen. Sie heben Ihren Welpen richtig hoch, indem Sie mit der einen Hand vom Hals her zwischen die Vorderläufe und mit der zweiten Hand unter das Hinterteil greifen.
Ihr Welpe ist ein Rüde
Vermeiden Sie bis Ihr Welpe etwa 4 Monate alt ist, jegliche Druckeinwirkung auf die Hodenpartie des Kleinen. Durch äußere Druckeinwirkung könnte der Welpe einen oder gar beide Hoden zurück in den Leistenkanal ziehen. Unter ungünstigen Umständen kann es bei dem kleinen Rüden zu Infektionen eines oder beider Hoden kommen. Ein operativer Eingriff ist dann unumgänglich.
Die erste gemeinsame Zeit
Gönnen Sie Ihrem neuen Hund in den ersten Stunden erst einmal ein wenig Ruhe. Natürlich will jeder mit dem neuen Familienmitglied spielen und kuscheln. Dafür werden Sie aber noch genug Zeit haben. Je nach Charakter und Temperament reagiert der kleine Hund ängstlich bis panisch auf die vielen neuen Eindrücke. Das legt sich aber schnell, sobald die Eingewöhnungsphase überstanden ist (oft schon nach wenigen Stunden).
Hier ist dein Esszimmer
Suchen Sie auch für den Fressplatz einen ruhigen Ort, den Sie leicht reinigen können. Achten Sie darauf, dass Wasser- und Fressnapf getrennt sind und sauber gehalten werden. Für beide Näpfe empfiehlt sich eine stand- und rutschfeste Unterlage.
Expedition durchs Wohnzimmer
Hat Ihr Vierbeiner seine erste Scheu überwunden, wird er mit Sicherheit erst einmal die Umgebung erkunden wollen. Erlauben Sie aber gleich von Anfang an nichts, was später verboten sein soll. Wenn Ihr Hund in Zukunft nicht auf das Sofa darf, muss der Kleine vom ersten Tag an unten bleiben
Achten Sie darauf, dass möglichst keine schädlichen Haushaltsmittel oder spitzen Gegenstände in seiner Reichweite sind. Das Anknabbern gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen junger Hunde. Da auch Pflanzen gerne zerpflückt werden, sollten giftige Exemplare (z.B. Usambaraveilchen, Dieffenbachien, Weihnachtsstern, Efeu, Buchsbaum) nicht auf dem Boden stehen. Vermeiden Sie, dass Ihr Vierbeiner in den ersten Wochen Treppen steigt. Seine Muskulatur und sein Knochenbau sind dafür noch nicht ausreichend ausgebildet.
Es ist so dunkel hier
In der ersten Nacht, in der Ihr Welpe weg von seiner Mutter und seinen Geschwistern ist, müssen Sie sich meistens auf ein bisschen Winseln einstellen. Geben Sie dem, zugegeben oft sehr kläglichen, Jammern nach, helfen Sie Ihrem Kleinen nicht. Wenn Sie konsequent bleiben, ist das Schlimmste bald überstanden. Lieblingsspielzeuge im Körbchen oder auch ein getragenes T-Shirt mit dem vertrauten Geruch von Ihnen helfen oft über die nächtliche Trennung hinweg. Manchmal nutzt auch das Ticken eines Weckers, das den Herzschlag der Mutter imitieren soll.
Ich muss mal
Wichtig ist natürlich, dass Ihr Welpe möglichst schnell stubenrein wird. Wenn Sie gleich von vornherein einige Vorgehensweisen beachten, wird Ihr Welpe im Nu stubenrein.
Dazu gehen Sie am besten so vor: Füttern Sie ihn immer zu den gleichen Uhrzeiten und gehen Sie häufig mit ihm raus – vor allem gleich morgens nach dem Wachwerden, immer nach dem Fressen, nach einem Schläfchen oder wenn er am Boden schnüffelnd umherläuft. Bringen Sie ihn immer an dieselbe Stelle, die nicht allzu weit entfernt ist und die er auch später zu diesem Zweck benutzen darf. Zu Anfang empfiehlt es sich, immer den gleichen Untergrund für sein „Geschäft“ aufzusuchen (Gras, Laub).
Ihr Welpe lernt so, den Reiz der Umgebung, z.B: konkret den Geruch des Grases, mit dem Reflex des „Sichlösens“ zu verbinden. Je lückenloser Sie den Reiz und den Reflex bei Ihrem Hund verknüpfen, desto eher wird Ihr Hund stubenrein. Loben Sie ihn immer, nachdem er sein „Geschäft“ beendet hat. Schon nach einiger Zeit wird er sich, sobald er nach draußen kommt, zügig erleichtern. In der ersten Woche werden Sie auch nachts mindestens ein Mal vor die Tür müssen. Acht Stunden kann ein Hundebaby noch nicht durchhalten. Die vollständige Kontrolle über die Blasenfunktion hat der Hund erst mit 10-12 Wochen.
Nicht böse sein
Erleichtert sich Ihr Welpe dennoch einmal in der Wohnung, bestrafen Sie ihn nicht. Ein konsequentes „Pfui“ oder „Nein“ und der Gang zum gewohnten Platz im Freien reichen aus. Verwenden Sie beim Beseitigen des kleinen Malheurs bitte keine ammoniakhaltigen Mittel, denn Urin und Ammoniak sind chemisch sehr ähnlich. Der Geruch zieht Ihren kleinen Liebling an und er kann rückfällig werden. Eventuelle Missgeschicke auf dem Teppich lassen sich leicht durch kohlensäurehaltiges Mineralwasser beheben.
Ein kleiner Vierbeiner auf Entdeckungsreise
Bereits ab der 5. bis ca. 12. Woche durchlebt Ihr Hund seine „Sozialisierungsphase“. Die Phase also, in der er seine Umgebung zu begreifen beginnt und lernt, auf alle möglichen Außenreize, wie zum Beispiel andere Menschen und Hunde oder Autos, zu reagieren. All dem, was Sie ihm jetzt zeigen, wird er später vorbehaltlos und angstfrei begegnen können. Gewöhnen Sie Ihren Welpen auch schon früh an Halsband und Leine. Gehen Sie mit Ihrem Welpen so oft wie möglich raus, und lassen Sie ihn, wo es möglich ist, auch mal von der Leine. Zeigen Sie ihm die Welt von unterschiedlichen Seiten. So lernt er die fremden Gerüche, Laute, Menschen und Tiere kennen und kann sich mit ihnen vertraut machen.
Spielend erziehen
Die so genannte „Rangordnungsphase“ beginnt dann ab der ca. 13. Woche. Jetzt sind Welpen besonders lernfähig. Daher sollten Sie die Erziehung nun auf jeden Fall konsequent fortführen. Zeigen Sie ihm ganz klar, wer das Sagen hat. Und behalten Sie beim Spielen stets die Oberhand. Sie entscheiden, wann gespielt wird und wann das Spiel beendet ist, nicht Ihr Hund.
Je mehr Sie sich mit ihm beschäftigen, desto eher erkennt er seine Grenzen und desto besser findet er sich in seiner Umgebung zurecht. Ein kleiner Tipp: Streicheln Sie ihn öfter mal am Bauch, wenn er sich in typischer Unterwerfungsgeste auf den Rücken wirft. Oder drehen Sie ihn beim Spielen auf den Rücken. Auch so zeigen Sie ihm ganz spielerisch, dass Sie der „Boss“ sind.
Welpe allein zu Hause
Wenn Sie Ihren Liebling einmal allein lassen wollen, sollte das bereits vor dem „Ernstfall“ trainiert werden.
Spielen Sie vorher ausgiebig mit ihm. Denn wenn er anschließend müde ist, macht es ihm weniger aus, einige Zeit ohne Ihre Gesellschaft zu sein. Üben Sie das Alleinlassen mehrmals täglich. Fangen Sie mit nur ein paar Minuten an und steigern Sie nach und nach die Dauer Ihrer Abwesenheit. So lange, bis Sie ihn auch längere Zeit allein lassen können. Gehen Sie dazu einfach mal einen Moment ins Nebenzimmer. Wiederholen Sie es später mit verschlossener Tür und dann mit kurzem Verlassen der Wohnung. Wenn er anfängt leise zu jaulen oder winseln, sollten Sie das – auch wenn es schwer fällt – ignorieren. Kommen Sie erst zurück, wenn er still geworden ist. Bellen oder Jaulen sollten Sie nicht tolerieren.
Das Weggehen oder Wiederkommen vertrauter Personen sollte Ihr Welpe stets als Selbstverständlichkeit begreifen. Deshalb vermeiden Sie in dieser Situation große Verabschiedungs- oder Begrüßungsrituale. Welpen sollten nicht länger als zwei Stunden allein gelassen werden. Schließlich sind Hunde von Natur aus Rudeltiere und Alleinsein liegt ihnen daher nicht. Legen Sie Ihrem kleinen Hausgenossen zur stillen Gesellschaft ein getragenes Kleidungsstück von Ihnen und sein Lieblingsspielzeug ins Körbchen. Er liebt den vertrauten Geruch.
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